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Missbrauchsvorwurf: Eidesstattliche Erklärung angekündigt: Prinz Andrew will im März sein Schweigen brechen

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Der britische Prinz Andrew wird sein Schweigen im März brechen. Gegen ihn wird wegen Missbrauch ermittelt, bisher dementierte er die Vorwürfe über seine Anwälte. Am 10. März wird Prinz Andrew sich nun zu dem Sachverhalt in einer eidesstattlichen Erklärung äußern.

Im Rahmen des Zivilverfahrens, das Virginia Roberts Giuffre gegen Prinz Andrew in die Wege geleitet hat, wird sich der Prinz nun in Großbritannien Anfang März selbst äußern. Es ist geplant, dass der Herzog von York eine eidesstattliche Erklärung abgeben wird, dies berichtet eine dem Herzog nahestehende Quelle CNN gegenüber.

Virgina Roberts Giuffre hat Anklage gegenüber Prinz Andrew erhoben, weil sie, laut ihrer Aussage, im Alter von 17 Jahren zu sexuellen Handlungen mit dem Prinzen gezwungen worden sei. Die heute 38-Jährige greift hierbei auf die Möglichkeit des “New Yorker Child Victims Act” zurück, ein seit 2019 in Amerika erlassenes Gesetz, das die Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch verlängert.

Giuffres Anwalt, David Boies, äußerte sich im letzten Monat in einer Erklärung. Er freue sich auf die Konfrontation mit Prinz Andrew. Prinz Andrew würde, laut Aussage des Anwalts der Klägerin, mit seinen Dementis und Aussagen versuchen wollen, Frau Giuffre selbst die Schuld an ihrem Missbrauch zu geben. Berichten der Zeitung “Daily Telegraph” zufolge, wird die Aussage voraussichtlich zwei Tage dauern und von den Anwälten Boies und einer weiteren Anwältin der Klägerin, Sigrid McCawley, durchgeführt werden. Die Anwälte der Klägerin reisen hierfür aus den USA nach Großbritannien. Die Befragung soll an einem neutralen Ort in London stattfinden.

Prinz Andrew kann den Prozess gegen sich noch abwenden

Ein Anwalt sagte 2021 dem Nachrichten-Sender CNN gegenüber zu den Beweggründen der Mandantin zu diesem Verfahren zwei Jahrzehnte nach dem Vorfall. “Die Zivilklage solle zeigen, dass alle Missbrauchstäter zur Rechenschaft gezogen werden sollten”, so der Anwalt.

Prinz Andrew hat bis zum 14. Juli Zeit, Fragen zu dem Fall in einer eidesstattliche Erklärung zu beantworten. Sollte daraus hervorgehen, dass der Fall beigelegt werden könnte, so würde ihm ein im Herbst angesetzter Prozess erspart bleiben. Dies ist nur möglich, wenn Prinz Andrew sich mit Virgina Roberts Guiffre vorher außergerichtlich einigen könnte.

Quelle: CNN, Sky News

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