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Gesundheit: Sport und Psyche: Laufen und Co. können psychische Krankheiten mildern

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Ukraine Krieg und Corona-Pandemie – wir leben in extrem stressigen Zeiten. Das Gefühl der Bedrohung wirkt auch auf die Seele. Bewegung kann gegen Depressionen und andere Probleme helfen.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der psychischen Erkrankungen stetig gestiegen. Depressionen und Co. sorgen schont seit einiger Zeit dafür, dass die durchschnittliche Zahl der Krankheitstage ebenfalls anwächst. Viele Medizinerinnen und Mediziner erwarten nun wegen der Dauerbedrohung durch den Ukraine-Krieg und die Corona-Pandemie eine weitere Zunahme dieser Art von Erkrankungen. Deswegen wäre es dringend an der Zeit, dieser Entwicklung mit effektiven Maßnahmen entgegenzuwirken. Welche das sein könnten?

Viele Expertinnen und Experten empfehlen schon länger ein ausreichendes Maß an moderater Bewegung als Prophylaxe für psychische Erkrankungen. Besonders gleichförmige Ausdauersportarten wie Laufen gelten sogar als potentes Heilmittel. Denn sportliche Aktivität ist extrem wirksam gegen Ängste und Angstgefühl. Das liegt daran, dass während der Anstrengung vermehrt das Neuropeptid Y (NPY) freigesetzt wird. Es wirkt wie ein Resilienz-Faktor und beruhigt den Amygdala, einem Bereich im Gehirn, der unter anderem für Ängste zuständig ist. 

Um diese entspannende Wirkung zu erzielen, muss man sich moderat, aber vor allem regelmäßig sportlich betätigen. Je nach Kondition kann bereits ein schneller Spaziergang entsprechend wirken. Der Herzschlag sollte spürbar steigen, aber nicht rasen. Eine hohe körperliche Belastung im Training kann sogar das Gegenteil auslösen. Denn so eine starke Anstrengung kann bei ohnehin dauerangespannten Menschen für Streß sorgen. Laufen wirkt besonders gut, weil die Gleichförmigkeit der Bewegung das Gehirn insgesamt entspannt. Deswegen ist es keine Einbildung, dass man nach dem Lauftraining weniger sorgenvoll in die Zukunft schaut.

Womöglich lassen sich Depressionen durch Laufen heilen

Auch bei Depressionen, so mehren sich die Belege, scheint Bewegung eine wichtige Rolle zu spielen. Vor allem, weil neuste Theorien davon ausgehen, dass Depressionen auch durch Entzündungen entstehen. Und genau gegen diese wirkt Sport ja besonders gut. Beim Umfang des Trainings scheint die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO genau richtig zu liegen. 150 Minuten pro Woche sind wohl eine gute Dosis. Am besten so verteilt, dass täglich eine körperliche Betätigung stattfindet. 

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