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Weißes Haus bestätigt: Präsident Biden bestätigt: Die USA liefern 31 Abrams-Kampfpanzer in die Ukraine

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Nun bestätigt das Weiße Haus, was bereits durchgesickert war: Auch die USA schicken Kampfpanzer in die Ukraine. 31 Abrams-Panzer sollen geliefert werden, so Präsident Biden.

Die USA liefern der Ukraine 31 Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams. Das sagte US-Präsident Joe Biden am Mittwoch nach einer Ankündigung der Bundesregierung zur Lieferung von deutschen Leopard-2-Panzern an die Ukraine. Die US-Lieferung entspreche von der Größe her einem ukrainischen Panzer-Bataillon, sagte Biden im Weißen Haus. 

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Mittwoch die Lieferung von zunächst 14 deutschen Kampfpanzern vom Typ Leopard 2 aus Beständen der Bundeswehr an die Ukraine angekündigt. Die Bundesregierung hatte eine solche Lieferung wochenlang abgelehnt und betont, sie wolle keine nationalen Alleingänge. STERN PAID Scholz Panzer Ukraine 15.47

Abrams-Lieferung werde “einige Zeit in Anspruch nehmen”

US-Politiker hatten Biden dazu gedrängt, Abrams-Panzer an die Ukraine zu liefern, um eine deutsche Lieferung von Leopard-Panzern zu ermöglichen. Bislang hatte es die US-Regierung abgelehnt, der Ukraine Abrams-Panzer zur Verfügung zu stellen. 

Das Verteidigungsministerium in Washington argumentierte, der Kampfpanzer sei zu teuer, erfordere eine aufwändige Ausbildung, sei schwierig in der Wartung und verbrauche mit seinem Turbinenantrieb sehr viel Treibstoff.

Die Lieferung der Abrams-Panzer in die Ukraine wird laut Biden “einige Zeit in Anspruch nehmen”. Die Zeit solle nun genutzt werden, um sicherzustellen, dass die Ukrainer vollständig darauf vorbereitet würden, die Abrams-Panzer “in ihre Verteidigung zu integrieren”, so der US-Präsident. Die Abrams-Panzer sind die leistungsfähigsten Panzer der Welt, aber sie sind auch extrem komplex in Betrieb und Wartung.” 

US-Präsident Biden: “Deutschland hat mich nicht gezwungen, meine Meinung zu ändern”

Biden hat sich zudem bei Scholz für dessen “Führungsstärke” und “sein unerschütterliches Engagement” bei der Unterstützung der Ukraine bedankt. Deutschland habe sich wirklich starkgemacht, der Bundeskanzler sei eine starke Stimme für die Einheit und ein enger Freund, sagte der US-Präsident. “Deutschland hat mich nicht gezwungen, meine Meinung zu ändern”, sagte Biden auf die Frage einer Journalistin nach dem Sinneswandel der US-Regierung bei der Lieferung von Abrams-Panzern. “Die Vereinigten Staaten stehen an der Seite ihrer Verbündeten und Partner und werden weiterhin alles tun, was wir können, um die Ukraine zu unterstützen”, betonte Biden.

Die Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine ist nach Angaben von US-Präsident Joe Biden keine “offensive Bedrohung für Russland”. “Wenn die russischen Truppen nach Russland zurückkehren, werden sie dort sein, wo sie hingehören”, sagte Biden am Mittwoch in Washington. Dann wäre der Krieg vorbei. “Das ist es, was wir alle wollen – ein Ende dieses Krieges in gerechter und dauerhafter Form”, sagte der US-Präsident weiter. “Wir werden nicht zulassen, dass eine Nation das Territorium des Nachbarn mit Gewalt an sich reißt.”

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