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Soziales: Fast jedes fünfte Kind in Brandenburg von Armut bedroht

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Kinder- und Jugendarmut ist in Deutschland noch immer ein großes Problem. In Brandenburg ist nahezu jedes fünfte Kind betroffen. Auch jeder fünfte junge Erwachsene gilt als armutsgefährdet. Und wie ist die Lage in Brandenburg im Vergleich mit anderen Ländern?

Fast jedes fünfte Kind und jeder fünfte junge Erwachsene in Brandenburg sind einer Studie zufolge von Armut bedroht. Das geht aus einer am Donnerstag von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichten Analyse hervor. 2021 waren demnach 70.218 Kinder (17,2 Prozent) und 27.626 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren (20,0 Prozent) von Armut bedroht. Alleinerziehende und Familien mit mehr als drei Kindern waren der Studie zufolge am stärksten betroffen. “Wer als junger Mensch in Armut aufwächst, leidet täglich unter Mangel, Verzicht und Scham und hat zugleich deutlich schlechtere Zukunftsaussichten”, sagte Anette Stein von der Stiftung laut Mitteilung.

Bundesweit gab es 2021 laut Stiftung rund 2,88 Millionen (20,8 Prozent) von Armut bedrohte Kinder. Bei den jungen Erwachsenen waren es 1,55 Millionen (25,4 Prozent). Im ostdeutschen Vergleich lag die Quote der armutsgefährdeten jungen Erwachsenen in Brandenburg deutlich unter dem Durchschnitt (32,5 Prozent) – in Westdeutschland waren es dagegen im Schnitt 24,2 Prozent.

Als armutsgefährdet gelten Kinder und Jugendliche in Familien mit einem Einkommen unter 60 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens in Deutschland. Viele dieser jungen Menschen benötigen staatliche Hilfen, um über die Runden zu kommen. Die Zahlen der Betroffenen sind nach Angaben der Stiftung insgesamt erstmals seit fünf Jahren deutlich gestiegen, weil aus der Ukraine geflüchtete Minderjährige hinzukamen.

Mitteilung

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